Freitag, 22. September 2017

unser gemüse heute


ich experimentiere mal ein bisschen mit dem hintergrund - im vordergrund: lauch, rucola und petersilie, randen, patisson-kürbis, blaukraut, salat, pak choi, tomaten, kohlräbli, paprika, aubergine kartoffeln und zwei (!) zwiebeln.
gewinnspiel: wer die zwiebeln findet gewinnt eine stange lauch.
(der hintergrund ist nix. aber ich habe jetzt auch keine lust, das gemüse nochmal aus dem kühlschrank zu zerren, nächste woche ein neuer versuch, würde ich sagen.)

Donnerstag, 21. September 2017

post - kunst - werk(e) und filzquadrat

neunmal habe ich bereits bei postkunstaktionen mitgemacht. ich musste das jetzt mal kurz herausfinden und warum diese zahl ein gutes omen für mich ist, werden sie im verlauf dieses blogeintrags oder kleinen portraits, um das tabea vom blog postkunstwerk mich (unter vielen anderen) gebeten hat, sicher herausfinden. 
postkunst, oder mailart gilt als eigene kunstform - huch, das hört sich ja ziemlich theoretisch an. praktisch sind das für mich die von michaela müller und einigen bloggerinnen in ihrem umfeld initierten sympathischen, übersichtlichen, anregenden, herausfordernden, aber auch immer wieder beglückenden aktionen, in denen kreative menschen auf überaus kluge art zusammenbracht werden. seit kurzem haben sie auf dem gemeinsamen blog von michaela und tabea, dem post-kunst-werk eine neue heimat gefunden. 

was bedeutet mir nun diese post-kunst? 

 

eigentlich würde ich mich ja eher in diese schublade einsortieren, in die mit dem filz nämlich. das ist meine welt, in kursen, auf märkten und in ausstellungen. für anfänger und fortgeschrittene, für menschen, die gerne ihre hände in wasser, seife und wolle baden und auch für die, die allenfalls auf einen fertigen filz sitzen wollen.


neben der kurstätigkeit und den bestellungen gibt es im filz aber auch noch einen bereich, der mir selbst am herzen liegt, der filz mit ecken und kanten, geflochtener filz, muster, die sich aus dem flechten oder falten des materials ergeben.


das gibt manchmal spannende übereinstimmungen, oder wie man vielleicht moderner sagen könnte: synergien. denn irgendwoher müssen die ideen kommen, und die kommen leider nicht immer vom schaf oder aus der karderei. manchmal schaut man für sie besser über den gartenzaun. zum beispiel zu den menschen, die sich mit mustern beschäftigen. egal wo diese muster dann landen, auf papier, stoff oder filz. so kam ich vermutlich auf michaelas blog.


und von dort zu den mail-art-aktionen. am anfang fand ich mich ganz schön mutig und hatte auch immer wieder zweifel, ob ich da überhaupt so hingehöre. aber andererseits mag ich herausforderungen. in den postkunstaktionen gibt es immer eine leitlinie, eine idee, an der man sich entlanghangeln kann oder die die richtung grob vorgibt, technischer und/oder thematischer natur. und anregung, anleitung, andere, die auch schon was gemacht haben. andererseits auch ganz viel freiheit, das zu tun, was man selbst gut kann. meist habe ich ganz rasch eine idee, manchmal lässt sie sich aber nicht genau so umsetzen, wie ich es mir vorgestellt habe. der geometrie kann ich nicht ganz abschwören, schnörkel und assymetrisches sind nicht meins.

und wenn ich oben von synergien spreche, dann hört sich das eigentlich viel zu nützlich an und stimmt nur zu einem kleinen teil: ein grosser teil ist auch die freude am tun und vor allem am gemeinsamen tun. fast genau so spannend wie das eigene werk und die freude der anderen am eigenen ergebnis,  ist es zu sehen, was andere aus demselben thema gemacht haben! manchmal führt das auch dazu, dass ich mein eigenes werk mit kritischen augen sehe: zum beispiel beim sonnendruck ist mir heute aufgegangen, dass ich zwar sonnen mit hilfe der sonne gedruckt habe, aber das spezifische dieses verfahrens, nämlich die unwiederholbarkeit der einzelnen drucke nicht wirklich in meine arbeit integrieren konnte. oder besser gesagt: das hätte man jetzt aber auch stempeln können.


ein bisschen gehöre ich schon auch in diese schublade mittlerweile.


schön, wenn sich beides verbinden lässt: postkunst und filz.


muss ich noch sagen, dass ich mich schon auf die nächsten aktionen freue? und dass ich immer wieder sehr dankbar bin für anregung und anleitung? ja, denn es ist nicht selbstverständlich, was da michaela und tabea anbieten und es ist nicht selbstverständlich, dass so viele menschen so viele schöne dinge produzieren und miteinander teilen - und zwar sowohl rein physisch als auch ideell! ganz viele unterschiedliche menschen sind da unterwegs, ein paar davon stellen sich ab heute hier vor.

(ach ja: neun ist eine quadratzahl.)








Montag, 18. September 2017

object lessons

eigentlich wollte ich am samstag wandern gehen, aber da der wetterbericht für den samstag in der rheinschlucht beständig schlechtes wetter vorhersagte, suchte ich rechtzeitig nach alternativen und entschloss mich zum besuch des gewerbemuseums in winterthur und der ausstellung "object lessons".
die ausstellung ist ursprünglich für das werkbundarchiv - museum der dinge in berlin entstanden und wird in winterthur noch bis zum 1.oktober gezeigt.


der ausstellungstitel bezieht sich auf ein pädagogisches konzept, das die geschwister charles und elizabeth mayo auf der grundlage der reformpädagogik von pestalozzi entwickelt haben. elizabeth mayo schrieb das schulbuch "lessons on objects", dazu entwickelte sie eine kleine kiste mit vier schubladen, in denen 100 verschiedene dinge und materialien enthalten waren. diese dinge sollten angeschaut, angefasst und mit allen sinnen erfasst werden, die wahrnehmung in sprache gefasst und ausgehend davon konkretes oder abstraktes wissen zu verschiedensten bereichen entwickelt werden.

Object Lesson Box, nach 1830
Sammlung Museum of the History of Science, Technology & Medicine, University of Leeds
Foto: Esther Lie, aus Pressematerial zur Ausstellung, Museum der Dinge, Berlin.


rund um diese box bietet die ausstellung acht lektionen rund um die vermittlung von materialwissen. spannend ist aber auch der prolog, denn der materialvermittlung muss zunächst einmal das sammeln vorausgehen. so wird material bereits seit der frühen neuzeit gesammelt, um seine eigenschaften, herkunft und verwendung systematisch zu erforschen. der öffentlichkeit wurde solche sammlungen erst später öffentlich gemacht als sich die fürstlichen wunderkammern zu museen wandelten.
ein ganz herrliches beispiel der sammlung, aber auch der bereitstellung von materialkundlichem wissen sind die xylotheken. in buchform wird dabei jeweils ein baum dokumentiert: den buchrücken bildet die rinde, das holz den buchblock, der ausgehöhlt die blätter, äste, blüten und samen enthält.

hier geht es schon eher um die vermittlung von materialwissen an spezialisten, ähnlich den lehrsammlungen.


in den lehrsammlungen dienen materialien als referenzstücke zur identifizierung von stoffen, werden als nutzobjekte in experimenten verbraucht oder dienen der überprüfung von wissen. ganz entschieden ist hier nicht nur das schauen, sondern auch das anfassen, riechen und schmecken gefragt.


 auch im handel und in der industrie werden materialien zu demonstrationszwecken zusammengestellt - einerseits um kunden über neue materialien herstellungsverfahren und qualitäten zu informieren, zum beispiel auf messen und in den musterkoffern der handlungsreisenden.
aber auch in den handelsakademien, den kunstgewerbeschulen und -museen, wo die durch den welthandel und die industrialisierung im 19. jahrhundert aufkommenden neuen materialien in ihren eigenschaften und potenziellen anwendungen erforscht und vermittelt werden.


 spannend dabei auch materialien, die wir heute so garnicht mehr kennen oder zumindest nicht mehr voneinander unterscheiden könnten... die unscharfen knöpfe im hintergrund mussten wohl die kleidermacher in ihrer materialbeschaffenheit kennen. rechts vorne echtes und falsches fischbein zur verstärkung von korsagen und hemdkrägen.


ganz anders funktionieren die schaukästen, die sich als unterrichtsmaterialien im 20. jahrhundert verbreiten. hier wird nicht nur material gezeigt, sondern auch die gewinnung, verarbeitung und resteverwertung der produkte. wie der name schon sagt, kann hier anders als im ideal der ganzheitlichen materialbildung ausschliesslich geschaut werden.

zwei weitere "lessons" beschäftigen sich noch mit dem materialwissen im haushalt und in der literatur, eine weitere mit dem veränderten materialbewusstsein in der gegenwart. wo wertungen ins spiel kommen, wo "gutes" material gefördert und gefordert ist, wird rasch auch der zeitgeist sichtbar.
so kann in den 50er und 60er jahren  plastikgeschirr "gut" sein, einfach der guten gestaltung halber, wie der werkbund mit seinen materialkisten zeigt. heute ist "gut", was aus nachhaltigem oder wenigstens recyceltem material hergestellt ist. die moralische aufladung dieser materialien sowie deren vermarktung wird in einer kleinen broschüre in der ausstellung hinterfragt, leider konnte ich die texte dazu nirgends finden.
die ausstellungstexte lassen sich übrigens hier nachlesen.

freude an der ausstellung haben sicher menschen, die selber gerne sammeln, auch und gerade alltägliche dinge und die sich über die teilweise sehr liebevolle präsentation der objekte freuen können. je nach zeitgeist wird nüchterner oder auch mal ganz verspielt präsentiert, letzteres zum beispiel ganz biedermeierlich im wiener fabriksprodukten-kabinett. ersteres in der zarges-box des werkbunds.

gut gelungen ist auch die überleitung zum schweizer materialarchiv, das mit einer von acht physisch erlebbaren sammlungen im gewerbemuseum in winterthur ansässig ist. das archiv kombiniert tastbare materialien mit einer digitalen datenbank, die auch im internet zur verfügung steht.
(wer sich vertieft mit einzelnen materialien auseinandersetzen will, wird auch im internet fündig, bei den object lessons, die materialien ausgehend von einem denkanstoss aus untersuchen.)

Each Object Lessons project will start from a specific inspiration: an anthropological query, ecological matter, archeological discovery, historical event, literary passage, personal narrative, philosophical speculation, technological innovation—and from there develop original insights around and novel lessons about the object in question.

was ich beim stöbern in einer der schubladen des materialarchivs gefunden habe, möchte ich ihnen auch noch gerne zeigen:


 hier hat jemand mit viel enthusiasmus ein art privates musterbuch mit allerhand verschiedenen papieren angelegt.


teilweise eine wenig ungelenk von hand beschriftet, nicht immer ganz rechtschreibkonform, aber detailliert beschrieben, finden sich die unterschiedlichsten papiere. gerne hätte ich gewusst, wie dieses buch in der sammlung gelandet ist.


ganz clever auch die art der bindung: in ein nach art eines fotoalbums gestalteten buchumschlag und bund wurden nur kurze papierstücke eingefügt, an die sich später die einzelnen muster ankleben liessen. ob da wohl ein buchbinder oder eine buchbinderin am werk war?

am liebsten möchte ich gleich spontan auch so eine sammlung beginnen... eine habe ich sogar!
 

***

nach dem museumsbesuch bleibt noch zeit für ein bisschen schlendern durch winterthur, das wetter ist wunderschön, die cafés locken, aber zum schluss besuche ich doch lieber eine bekannte in ihrem laden an der neustadtgasse 13. was mirjam ziebarth, eine der regionalen handwerkerinnen, die zusammen den gemütlichen laden betreiben, über die herstellung der lana rara zu erzählen weiss, passt so gut zu den object lessons, wie wenn ich den ausflug danach geplant hätte! lana rara ist ein strickgarn, das mit ganz viel enthusiasmus und zu einem überwiegenden teil aus der wolle von seltenen schweizer schafrassen hergestellt wird - eine beimischung von merinowolle sorgt für die notwendige weichheit. hergestellt wird das garn bei christoph vetsch im prättigau, wo mirjam und dominique den spannenden herstellungsprozess persönlich begleitet haben - eben davon erzählte mirjam mir so eindrücklich. 

Freitag, 15. September 2017

unser gemüse heute


endiviensalat, roter krautstiel, lauch, kartoffeln, zwei rot zwiebeln, knoblauch, tomaten, rucola, petersilie, eine eierfrucht (aubergine) und zwei paprikaschoten.
(und ab sonntag wieder nennenswerte teile der familie anwesend, so dass wir das aufessen könnten, in der kommenden woche)

Dienstag, 12. September 2017

12 von 12 im september 17

gefühlt war ich schon eine halbe ewigkeit bei keinem 12 von 12 mehr dabei. heute morgen sah es dann auch zuerst mal so aus, als würde mir das wetter einen strich durch die rechnung machen, denn es war ziemlich dunkel und regnerisch. 


aus diesem grund wechselte ich vom frühstücks- mehr oder weniger nahtlos an den schreibtisch und kümmerte mich um eine sache, die ich längst hätte angehen sollen... nachdem wir konzept und zeitplan des filzlehrgangs gründlich umgemodelt haben, sollte sich das auch im informationstext auf der homepage der filzszene niederschlagen. nun habe ich heute morgen den anfang gemacht und einen vorschlag als grundlage für die weitere diskussion geschrieben.


zwischendurch bemühte ich mich um einen zwischenstand in sachen veloreparatur. zugesagt wurde mir das überholte velo für den 4. september, nur leider war es heute immer noch nicht wieder in der filiale angekommen. als kai im frühjahr seines dort hatte, hatte das alles so gut funktioniert... am donnerstag soll es so weit sein - glücklicherweise habe ich ja noch das e-velo, aber lieber fahre ich normale strecken ohne lastanhänger mit meinem normalen fahrrad.


weil ich sowieso gerade am schreibtisch sass, blätterte ich noch ein bisschen im insektenbuch, bei müllerin art sind im september insektenmuster gesucht, hier haben die insekten selbst gemustert, vielleicht könnte ich das ja auch? oder vielleicht lässt sich ja irgendwo ein angenagtes stück holz finden und damit drucken?


passend dazu brachte der briefträger den letzten sonnengruss von tabea. damit ist die sommerpost leider auch schon vorbei!


andererseits ist es aber auch schön, die ganze pracht einmal am stück zu sehen, dazu habe ich alle hier angekommenen stoffe einmal an die wand gepinnt. ihr denkt, ihr findet tabeas stoff nicht wieder? es ist der unten in der mitte, er ist zweiseitig! bei ihr muss die sonne wohl ein bisschen grosszügiger gescheint haben... nun frage ich mich natürlich, was mache ich mit diesen kostbaren stoffstücken? die meisten sind ja nicht dafür gemacht zerschnitten zu werden, sondern wirken am besten am stück, andererseits würde ich sie gerne in einen zusammenhang bringen, also nicht einzeln verwenden. und wie integriere ich einen doubleface-stoff in was auch immer man aus diesen stoffen nähen könnte. ich glaube, momentan bleiben sie an der wand, da sehen sie schon sehr gut aus!



 auf dem schubladenschrank habe ich die begleitpost gesammelt, daneben das, was mich letzte woche so umtrieb: ein fanzine aus dem fantocheshop und ein ostervogel, der von der fotoaktion übrig geblieben ist.


nach dem mittagessen lockte mich die sonne in den garten, ich musste noch einen teil hecke roden, damit ich den heckenschnitt morgen häckseln lassen kann. dabei schaute ich mal ins hochbeet und fand diese kugeligen minirüebli, die sich extrem lang zeit gelassen haben mit dem wachsen. ich glaube, denen ist es in meinem abgesackten hochbeet viel zu dunkel.


 es lässt sich kaum mehr übersehen, es herbstelt. das blatt flog mir sozusagen vor die nase.


die gurke hat es noch nicht bemerkt. sie treibt und treibt immer wieder neue blüten und auch noch früchte. ob die wohl noch reifen können? ein teil der blätter ist schon auf dem rückzug, hoffentlich reicht die kraft der restlichen aus, um noch ein, zwei gurken reifen zu lassen.


irgendwann fing es wieder an zu regnen und ich zog mich mitsamt kamera in den keller an den filztisch zurück. hier lag noch ein gestern begonnenes stück filzstreifen in blau, mit pinken details. ich filzte noch ein bisschen daran herum, die gewünschten masse waren noch nicht ganz erreicht.
für den auftritt der filzszene an der creativa brauchen wir viele, viele filzstreifen, die die besucher auf unser angebot aufmerksam machen sollen - und die sollen alle einheitlich 10 zentimeter breit sein. ich nutze die herstellung der filzstreifen zum ausprobieren neuer techniken, im bild eine idee von charlotte sehmisch.


 und dann kam doch noch mal die sonne raus und schien an eine ganz ungewöhnliche stelle. vielleicht hat sie sich auch in der scheibe des nachbarhauses gespiegelt, auf jeden fall mag ich diese abendstimmung auf dem fensterbrett.


und die auf dem esstisch nach dem abendessen: es ist wieder zeit kerzen anzuzünden und bei einer tasse kaffee das strickzeug hervorzukramen, das über den sommer schmählich vernachlässigt wurde. ich musste sogar die anleitung noch einmal lesen, denn so genau wusste ich nicht mehr, was ich da machen muss, obwohl ich schon ein ganzes stück gestrickt hatte. 
sicher haben wieder ganz viele ihren tag fotografiert und erzählt und bei draussen nur kännchen verlinkt.immer wieder schön, dort alte und neue blogbekanntschaften wiederzutreffen.

Freitag, 8. September 2017

unser gemüse heute


diesen freitag lieferte uns unsere gemüsegenossenschaft: stangensellerie (oder wie ich sagen würde selleriegrün), spinat, lauch, einen red kuri-kürbis, paprika, eine aubergine, bohnen (die breiten standenbohnen, die ich viel lieber mag als buschbohnen), ein paar tomätchen, zwiebelchen, kartöffelchen, petersilie und bohnenkraut.
die woche (und das bürgert sich hier gerade ein, dass der gemüsefreitag auch ein wochenrückblicksfreitag wird) war ein bisschen speziell, die tochter hatte spezialwoche an ihrer neuen schule, ich musste nur am dienstag für mittagessen sorgen und so war hier ein bisschen lenaluna (kann man hier nachlesen, was es damit auf sich hat) ich reiste ins nördliche nachbarland zum einkaufen, filzte ein bisschen, fotografierte das gefilzte, stellte das fotografierte auf die homepage und bloggte über das auf die homepagegestelltefotografiertegefilzte, überwachte die herstellung einer werbekarte für meine kinderfilzkurse, sah mir einen film an der fantoche an, pausierte mit der schwimmerei, bemalte im füürwärch eine cake-platte mit farbe und ritzte bäume darein und erledigte sonst noch so sachen, die dringend oder weniger dringend waren.
ja, und jetzt wochenende mit familienfest. bis bald dann am montag, oder so!

Mittwoch, 6. September 2017

alle kinderfilzkurse online!


wie jeden sommer habe ich auch heuer wieder nach und nach ein filzprogramm für kinder in ennetbaden zusammengestellt. nachdem ich in den letzten tagen immer noch ein bisschen am herumtüfteln und ausprobieren war, habe ich heute alle beispiele fotografieren können und jetzt sind alle kinderfilzkurse auf der filzquadratseite online!
bis auf die windlichte gab es keinen kurs bisher so bei mir und ich bin gespannt, wie die neuen ideen angenommen werden.

wenn man bei allen kursen dabei war, hat man sich einmal durch die möglichen formen gefilzt: fläche, ball, schnur und hohlform. (und ist schon fast ein filzprofi...)

einige kurse eignen sich besser für anfänger, zum beispiel das umfilzen der bleistifte oder die einfache girlande aus filz und holz -  andere ermöglichen es den kindern, die schon ein wenig filzerfahrung haben, ihre eigenen ideen miteinzubringen, zum beispiel die buchhülle, das windlicht oder die schlange. aber auch in den letztgenannten sind filzanfänger willkommen und werden mit einem schönen produkt nach hause gehen.

überhaupt sind alle kinder von der ersten klasse an eingeladen, mit mir zu filzen. wer jünger ist und auch filzen möchte bringt am besten eine erwachsene begleitperson zur unterstützung mit. das muss nicht unbedingt die mutter, sondern kann auch der götti, der grossvater oder grosse bruder sein!
wie ihr euch anmelden könnt, erfahrt ihr auf der kursseite.
ich freue mich schon auf viele neue gesichter! 

apropos neue gesichter: in diesem jahr kann ich leider meine kursprogramme nicht mehr über die schule verteilen. wer hat lust, die flyer (postkarten) an menschen, die interesse an kinderfilzkursen im raum baden haben könnten, weiterzugeben? ab ... sagen wir 30 verteilten flyern lasse ich mir etwas für euch einfallen! mail per formular nebenan mit mengenangabe, ich bringe sie vorbei oder schicke sie euch.

Sonntag, 3. September 2017

hallwilerseeschwimmen


falls hier menschen mitlesen, die sich fragen, wie das nun mit dem schwimmen über den hallwilersee ausgegangen ist:

- am freitagnachmittag las ich auf der homepage, dass das 49.hallwilerseeschwimmen stattfindet
- am samstagmorgen machte ich mich auf den weg nach meisterschwanden und registrierte mich als schwimmerin nummer 231
- das wetter war eher nicht so einladend mit 16 grad luft- und 22 grad wassertemperatur, aber erträglich
- kurz vor zwölf setzte ich zusammen mit 187 anderen schwimmerinnen und schwimmern mit dem kursschiff nach birrwil über
- in der badi birrwil trennte ich mich widerwillig vom schwimmparka des grossen, den er mir grosszügig ausgeliehen hatte, und den warmen socken und startete kurz danach im massenstart 
- zwischen boje 3 und 4 freute ich mich auf mein belegtes brötchen, das mich in meisterschwanden erwartete
- nach 46.59 minuten ging ich als 48. von 63 schwimmerinnen an land und wurde von kai und der tochter in empfang genommen
- fazit: die wellen im see hatte ich echt unterschätzt, aber dafür ist es deutlich weniger langweilig 1,5 km über einen see zu schwimmen als im schwimmbad, insgesamt: trainingsziel für dieses jahr erreicht. (geschwommen bisher, inklusive seeüberquerung: 87,85 km) und kein muskelkater am sonntag.



Freitag, 1. September 2017

unser gemüse heute


ui, schon wieder eine woche ohne blogpost - deshalb gibt es hier zwei gemüsebilder hintereinander.

(kartoffeln, bohnen, tomaten, krautstiel, mais, paprika, lauch, aubergine, patisson, zwiebeln und knoblauch)

heute wieder mit dem ganz normalen titel, die badenfahrt ging letzten sonntag zuende und damit enden auch die versus-titel hier im blog. was sollte das überhaupt? naja, die badenfahrt, DAS grosse stadtfest in baden im aargau, hatte als motto in diesem jahr, oder besser jahrzehnt, das thema "versus" oder gegensätze. dementsprechend war das festgelände in gegensätze aufgeteilt wie oben - unten, neu - alt und nord - süd. auch in vielen festbeizen wurde mit dem wort versus oder mit dem thema gegensätze gespielt. den wettbewerb um die beste festbeiz hat zum beispiel ein stand mit dem namen "us vers" gewonnen, die (fast) ganz aus büchern gebaut war, eben us vers = aus versen. 
nun waren wir in diesem jahr zum ersten mal wirklich bei der badenfahrt "dabei" - mehr oder weniger die ganze familie. die beiden söhne waren fleissig am helfen und am berichten auf instagram, kai, die tochter und ich haben das fest genossen und vor allem viele kleine konzerte besucht, aber auch das spektakel und die lichtinstallationen bewundert. so viel kulturprogramm in unserer kleinen nachbarstadt, so nette gemütlich kneipen, überall feines essen und menschen, die man so ganz spontan treffen konnte! und die nächste gelegenheit erst wieder in zehn jahren! (oder schon in sechs, insider wissen warum, oder in fünf an der "kleinen badenfahrt".) auf jeden fall der höchste imperativ, jetzt, bei diesem schönen wetter und überhaupt, mitzufeiern. weil, weiss man, was in zehn jahren ist?

damit begann diese woche sozusagen mit ein bisschen festüberhang. und am montag gleich mit dem elternabend an der neuen schule der tochter. dazu mit den letzten "trainingseinheiten" vor dem hallwilerseeschwimmen morgen. sonst war sie gefüllt mit allerlei langweiligem wie sich um haus und garten kümmern (die hecken!), termine vereinbaren und eintragen, papier sortieren und einige in der letzten woche liegengebliebene dinge erledigen.
schön war die hier angekommene sommerpost von annette buntistschön. und die tatsache, dass der jüngere sohn ferien hatte, aber in die berufsschule musste, so dass wir drei vormittag zusammen frühstücken konnten und er mich zum einkaufen begleitete. sonst war nicht viel los, was ja auch mal nicht schlimm ist.



Freitag, 25. August 2017

viel vs. wenig - unser gemüse heute


ja, also heute wird es ein wenig schwierig mit dem versus-titel. ich schwankte zwischen grün vs. rot (oder bunt?) wurzeln vs. blätter (nee, passt nicht) und dem jetzt gewählten.
im gemüsekorb heute: kartoffeln, zucchini, auberginen, paprika, patisson, lauch, salat, spinat, tomaten, zwiebeln. sie können sich ja mal überlegen, was viel und was wenig ist.

Donnerstag, 24. August 2017

sonne vs. schatten - sommerpost 2017


in der hoffnung, dass meine sonnigen kuverts alle empfängerinnen erreicht haben, möchte ich heute ein bisschen von der entstehung meines sonnenstoffs erzählen. 

gleich nachdem ich mich zur teilnahme bei der sommerpost angemeldet hatte, hatte ich ja schon einen probedurchlauf, noch im juni!, gemacht. und da es mit der einfachen sonnedruckerei so gut funktioniert hatte, war es für mich klar, dass ich bei diesem verfahren bleiben wollte. zu cyanotypie und inkodye zog es mich eher weniger, da die ergebnisse zwar sehr spannend, aber das verfahren für mich zu wenig beeinflussbar, weil auf einer chemischen reaktion beruhend, erschien. man möge mich da korrigieren, falls ich da falsch liege! 

der sonnendruck ist eigentlich nicht wirklich eine drucktechnik, sondern eher eine reservetechnik, die mit hilfe von sonnenwärme und schablonen arbeitet. ein stoff wird flächig mit farbe getränkt, dann teilweise abgedeckt und der sonnenstrahlung ausgesetzt. an den nicht abgedeckten stellen trocknet er schneller als an den abgedeckten und durch die kapillarwirkung des stoffes wandert die restfeuchte von den nassen zu den trockenen stellen und nimmt dabei die vorhandenen farbpigmente mit. mir mutet diese technik sehr ursprünglich an, ich müsste da wohl mal recherchieren. 
durch meine versuche hatte ich begriffen, dass das verfahren des sonnendrucks am besten funktioniert, wenn die farbe sehr flüssig ist. trotzdem eine hohe farbsättigung in den farbigen bereichen kann man dann am besten erzielen, wenn sie kleiner sind als die schattierten, sich also dort die farbe konzentriert. gleichzeitig darf der "weg" der farbe aber auch nicht zu weit sein, also die durch die schablone abgedeckten flächen nicht zu gross. und am besten das ganze noch gut verteilt!


 das ergebnis dieser überlegungen führte bei mir zum entwurf eines rasters aus sonnen, dass das quadrat wieder  mal mitspielt war nicht beabsichtigt...
es erleichterte aber die sache schon sehr. ich musste nur noch berechnen, wie gross die einzelnen rapportquadrat sein müssen, wenn ich die geplante mustergrösse erreichen wollte, ein vorlagenquadrat zeichnen und dieses mit hilfe eines rasters auf die schablone übertragen. als schablonenmaterial habe ich laminierfolie genommen, die einzige folie, die ich in din a3 im haus hatte. ich habe einfach beide schichten aufeinander liegengelassen, auch beim ausschneiden mit dem japanmesser ging das gut. beide schichten zusammen sind schwer genug um auf dem stoff liegenzubleiben und die folie erträgt die pralle sonne gut.


 die fertig angezeichnete schablone. das ausschneiden mit dem japanmesser hat mehrere tage gedauert, da ich immer wieder pause machen musste. wenn mir das einer gesagt hätte, wie viele teile ich da ausschneiden muss...


irgendwann war aber die schablone bereit und die druckwerkstatt in einer grossen flachen holzkiste konnte eröffnet werden. in der kiste konnte ich den stoff sehr gut im schatten vorbereiten (stoff in wasser einweichen, mit verdünnter farbe bepinseln, die schablone satt auflegen und andrücken) und dann in die sonne tragen, beziehungsweise auch mal der sonne hinterhertragen. denn es braucht schon den raschen trocknungsprozess in der prallen mittagssonne, damit die farbpigmente sich hurtig auf den weg machen!
meine stoffe sind alle schon im juli entstanden, die lange reihe von sonnentagen machte es einfach ein bis drei stücke stoff pro tag fertigzustellen.


auf den etwas grösser zugeschnittenen stoffstücken kann man teilweise die umrisse der schablone gut erkennen. eine vollständige abdeckung wäre da wünschenswert gewesen, bin ich aber zu spät draufgekommen.


 die schablone lässt sich natürlich auch anderweitig verwenden, zum bedrucken von papier nämlich.


so sind die umschläge dann auch noch entstanden, mit einer schaumstoffwalze acrylfarbe aufgewalzt und weil ich auf grossen bögen gedruckt habe, den rapport des musters genutzt. dabei konnte ich das einzige manko meiner schablone auch einmal in sein gegenteil verwandeln. im stoff sind die sonnen blau, was mich eigentlich ein bisschen stört, aber gelb auf weiss, das ist richtig sonnig!

sonnig stimmt mich auch die ganze aktion, es ist so schön zu sehen, was da alles entstanden ist und noch entsteht. ein grosser dank gebührt wieder einmal michaela und tabea, die regelmässig so tolle postaktionen auf die beine stellen. wenn sie auch ein fan der mailart sind, besuchen sie doch ihren gemeinsamen blog post-kunst-werk!


Montag, 21. August 2017

hell vs. dunkel


 ein abendspaziergang über die badenfahrt lohnt sich definitiv.


 beim eindunkeln stiegen wir auf ins "univers-all", eine der festbeizen in luftiger höhe.


 und warteten oben, bis um kurz nach 21 uhr die projektion "ouroborus" auf den stadtturm begann.


 der ouroborus ist die sich in den schwanz beissende schlange, ein geschlossener kreis, symbol für verfeinerung durch stete wandlung.


eine ganze geschichte wird da während einer knappen viertelstunde erzählt. kai hat ein video davon gemacht, das sie hier anschauen können.
 

ein blick zurück nach dem abstieg. 


 und noch einer auf den turm, bevor wir uns losreissen konnten um noch mal nach dem versus-schriftzug unter der hochbrücke zu schauen.


die leuchtanzeige im stil altermodischer lcd-displays zeigt gegensatzpaare, immer nur eines davon ist sichtbar, das andere strahlt in die andere richtung. leider war die installation mit meinen mitteln nahezu unfotografierbar, ich hoffe, sie können trotzdem lesen, dass da JUBEL steht.