Donnerstag, 26. April 2012

navajo

bevor ich wieder in den keller verschwinde, zum arbeiten, muss ich ganz kurz noch das rätsel der navachos lösen. also eigentlich heissen die navajos, und sind ein nordamerikanischer indianerstamm. und was und ob sie etwas mit dem zu tun haben, was ich gestern gemacht habe, weiss ich eigentlich nicht so recht. es gibt nämlich beim spinnen so eine zwirntechnik, die navajo-zwirnen heisst und die ich vor fast drei jahren bei einem spinntreffen mehr gesehen als gelernt habe. vielleicht haben das ja die navajo-indianer erfunden - so stell ich mir jedenfalls den zusammenhang vor, macht ja die sache auch gleich ein bisschen romantischer und spannender.

also jedenfalls hab ich mich gestern nicht als squaw verkleidet oder im andenken an die vollständig oder beinahe ausgerotteten indigenen bevölkerungsgruppen des amerikanischen kontinents gesponnen (obwohl es gepasst hätte - hatte ich doch gerade am früheren abend mit dem mittleren die europäische expansion von kolumbus bis zur eroberung des inkareichs durch pizarro gelernt, inklusive dreieckshandel und requierimento).

nein, mein tun folgerte aus dem planlosen spinnen eines ungeteilten, aber im farbverlauf gefärbten kammzugs früher in der woche. nun bietet dieses navajo-zwirnen die möglichkeit, aus nur einem faden einen dreifachzwirn zu spinnen, was mir zur rettung der halbvoll gesponnenen spule so in den sinn kam. ganz sicher spielte dabei auch der gedanke eine rolle, dass ich mir gerade ein neues spinnrad zugelegt habe und damit sozusagen das gefühl habe, ein wenig mehr anspruch in meine ansonsten eher amateurhaften spinnversuche zu bringen. auch wenn das neue spinnrad sicher sein teil zum übereilten spinnen des kammzugs beigetragen hat...

also das navajo-zwirnen auszuprobieren war gestern abend eine ganz logische sache. und ging auch ziemlich fix. und komischerweise ist mir etwas gelungen, wo ich vor drei jahren noch knoten in den händen hatte, wenn ich nur daran dachte. und das obwohl ich drei jahre lang keinen versuch mehr wagen wollte, weil knoten in den armen, händen oder fingern kann ich nicht gut brauchen.

und achtung, jetzt kommt ein bild vom navajoverzwirnten garn:


und gleich noch eins vom spinnrad: 

 
und da ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich jetzt klarheit in die sache gebracht habe, gibt es hier noch ein video, wie das navajo-zwirnen funktioniert. und da noch eins, das erklärt, warum ich dieses spinnrad brauche.

Mittwoch, 25. April 2012

müde

nachdem ich sowohl den vormittag als auch den nachmittag mit filzen verbracht habe, könnte ich jetzt eigentlich den gemütlichen abend am spinnrad einläuten.
ich weiss aber nicht so recht. denn erstens bin ich ziemlich geschafft vom kinderfilzkurs an kindergartentischen (man hat ja immerhin die wahl zwischen rückenschonend auf knien rumrutschen und knieschonend gebückt rumeiern...) und zweitens hab ich jetzt genug "sehr dünnes garn mit viel drall" gesponnen, um mein glück mit den navachos zu versuchen. soll ich, oder lass ichs bleiben?

Dienstag, 24. April 2012

heldinnen des alltags


sind heute diese borretsch-pflänzlein. und das was daneben noch wächst. wahrscheinlich cosmeen. in der mitte hat sich ausserdem ein kleiner ahorn versteckt. der ist wahrscheinlich auch ein held, weil er wohl den heldentod wird sterben müssen (wie ganz viele seiner kollegen). wenn er das nicht täte, dann sässen wir spätestens in drei jahren hier mitten im wald.
aber die eigentlichen heldinnen sind die borretschinen und die cosmeen. weil sie einfach so wachsen. in ritzen oder im beet. ganz anders als die diven, die im kuscheligen gewächshaus rumzicken.

die heldinnen sah ich heute dort und kommen tun sie von da.

Montag, 23. April 2012

vorher - nachher

 

damit ich mir den namen "abeissi" (=ameise, fleissige frau) heute vollends verdient habe, ein dritter post. ausserdem zeige ich auch noch, dass ich was geschafft habe. das wetter war gut, also raus in den garten. 
das kräuterbeet hatte schon länger nicht mehr so ganz diesen namen verdient. links vorne sollte das ja mal eher so eine art steingarten sein, da aber die steingartenpflanzen immer so wuchern und sich dorthin auch zwei kleine thymianpflanzen verirrt hatten, war das konzept nicht mehr so gut sichtbar. ausserdem hat sich auch in diesem teil des gartens erst so nach und nach gezeigt, was da noch schlummerte, zum beispiel bartiris und auch noch ein paar zwiebelpflanzen. 
so ganz habe ich sie sicher nicht entfernt, aber ein wenig ordnung habe ich hoffentlich geschaffen. 
anstatt der ecke vorne-unten habe ich jetzt den bereich ganz rechts abgetrennt, von wo aus die klettergurke den balkon erklimmt. zu ihren füssen finden sich jetzt die zusammengesammelten zwiebelpflanzen und auch ein paar akeleien. der rest vom beet ist (weitgehend, weil ich die wilden tulpen nicht rausreissen wollte, während sie noch blühen) für duft- und gewürzpflanzen reserviert. links drei lavendelbüsche, ausserdem salbei (muss sich noch vom strengen winter erholen), oregano (wuchert sowieso überall im garten) und thymian (der sich hoffentlich von der bedrängung durch die steinpflanzen bald erholen kann). in der mitte ein ausdauerndes bohnenkraut und ein ysop, den ich jahrelang für estragon hielt. von der zitronenmelisse habe ich so viel wie möglich entfernt, trotzdem wird sie wieder das ganze beet zuwuchern, wenn ich nicht aufpasse. ganz vorne habe ich ein paar sämlinge vom borretsch eingepflanzt und es gibt hier noch reichlich platz für einjährige kräuter. (haben sie vielleicht vorschläge, was man da brauchen kann?)


ein bisschen was musste auch ausquartiert werden - damit war ich dann den restlichen nachmittag beschäftigt. nun bin ich wieder ganz froh, dass es angefangen hat zu regnen, denn das heisst, dass ich nicht giessen muss, was da neu oder an anderen orten anwachsen soll.

morgen wird eher kein gartentag sein, dafür habe ich meinen ersten einsatz im ennetraum. für das kafi werde ich morgen noch nussschnecken backen und momentan schwanke ich zwischen "sicher muss ich das spinnrad mitnehme, damit mir nicht langweilig wird" und "da ist sicher ganz viel los und ich muss ganz viel arbeiten und komme zu nix ausser kaffeekochen und mit den leuten reden" (was eindeutig der auftrag des einsatzes im kafi ist).

hier ist vielleicht was los!

eigentlich wollte ich gerade nur mal kurz nach den tomaten in unserm minigewächshaus schauen und ihnen ein bisschen frische luft gönnen. und dabei entdeckte ich dann das:


an unserem apfelbäumchen schlüpfen raupen. und zwar eine ganze menge. gestern waren die definitiv noch nicht da. da bin ich mir ganz sicher, denn der nachbar, der immer gerne reiser von unserem freiherr von berlepsch auf seinen apfelbaum aufproft, kam gestern abend noch vorbei und wir haben das bäumchen gemeinsam angeschaut, ob wir nicht doch ein klitzekleines bisschen was abschneiden wollen...???? (nein, das wollen wir nicht, ganz sicher, herr nachbar!)
das mit den raupen kam aber nicht ganz überraschend, denn am 1.august 2011 hatten wir besuch von diesem eleganten falter, der stundenlang an unserem apfelbaum hockte und dort wohl einer ganze menge eier gelegt hat. unten auf den bildern sieht man das ganz gut - es ist das braune, filzartig aussehende etwas hinter dem falter.



die eier scheinen also den winter gut überstanden zu haben und ich bin gespannt, ob es nun ein paar raupen schaffen, gross zu werden, sich zu verpuppen und vielleicht wieder eier zu legen. oder sollte ich mir eher sorgen um den apfelbaum (den ich gerade erfoglreich gegen den nachbarn verteidigt habe) oder gar den ganzen garten machen? ich geh mal nachschauen, wer uns hier seine kinder hinterlassen hat...

***
nachdem die eigenen und die besuchskinder durchgefüttert waren, habe ich mich doch noch mal an die bestimmung des schönen falters gemacht, mit folgendem ergebnis:


es handelt sich nicht um eine eulenart, wie ich zuerst annahm, sondern um den schwammspinner.

tolle fotos hier:
http://www.lepiforum.de/cgi-bin/lepiwiki.pl?Lymantria_Dispar

weniger tolle beschreibung vom schadbild hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwammspinner

damit ist klar, die müssen weg. mein apfelbäumchen hätte ich sonst umsonst vor dem freundlichen nachbarn gerettet. schade aber trotzdem...

blog und ferien, ferien und blog

ja, ja, es ist immer dasselbe. ferien und blog vertragen sich irgendwie schlecht. und schlechtes wetter in den ferien verträgt sich dann noch schlechter mit dem bloggen. denn dann kann ich noch nicht mal eine menge fotos machen, die ich dann der einfachheit halber nach den ferien in den blog stellen kann.

immerhin starten wir heute dank des vielen schlechtwetterbedingten faulenzens ausgeruht in den alltag. der grosse meinte sogar, er freue sich auf die schule, denn so allmählich hätte er genug nichts getan. der mittlere freut sich ein wenig weniger auf die schule, aber das wussten wir auch schon. und die kleinste beklagt, dass sie heute noch kein turntraining hat...

ich habe den keller voller material, das in den nächsten tagen oder besser wohl wochen zu zwei lange geplanten grossaufträgen verarbeitet werden soll. zumindest für den zweiten bräuchte ich aber gutes wetter. der garten blüht und grünt und sorgt schon wieder für arbeit ... auf die ich mich freue, wenn, denn, siehe oben. und eine kleinigkeit habe ich mir auch aus unserem urlaub mitgebracht, aber das wird wohl ein extrapost werden.

so, und nun wird mal was geschafft.


Samstag, 14. April 2012

immer wieder unbekanntes

entdecken wir auf unseren cache-touren durch zürich. 

gestern: 

 

vater sonne, mutter mond im park am irchel.


und das grab von georg büchner ganz nahe der bergstation des rigiblickbähnli (wo wir zwar schon oft waren, aber immer in die falsche richtung gegangen sind...).


und diese torten. (für alle nicht-zürcher: nein, das auf dem kuchen ist nicht das, was sie zuerst denken. der erlös der torten kommt auch nicht der aktuellen anti-aids-kampagne zugute. es handelt sich um das opfer des lokalen aberglaubens oder besser gesagt um ein stück schweizer folklore. näheres lesen sie am besten hier.)

Donnerstag, 12. April 2012

zwölf







sechs vorher und sechs nachher. ( = zwölf)







oder: sechs mal zwei hände (= zwölf)

(schauen sie mal auf die hände... vorher und nachher, die sprechen nämlich bände. und: in wirklichkeit waren es natürlich mehr als zwölf hände, denn bis zur dritten klasse brauchen die kinder im sitzkissenfilzkurs noch die unterstützung einer erwachsenen person. ein lob den beiden mamis und dem papi, die ihre kinder heute begleitet haben.)

Mittwoch, 11. April 2012

mittlerweile

sind die extrem gemütlichen feiertage nahtlos in die ferien übergegangen.

 

und wie immer komme ich, obwohl ich auch sonst nicht grade viel mache (ferien) nicht zum bloggen.


ansonsten: der grosse kann jetzt auch schwarzwälder kirschtorte backen und nudelmaschine rocks.

(morgen ist der zwöfte und ferienfilzkurs und alle kinder haben was vor. da müssen wir echt aufpassen, dass wir nicht in stress kommen.)

Sonntag, 8. April 2012

neues im schaufenster


nach zwei märkten ist noch genug im koffer, um das schaufenster wieder einmal neu zu dekorieren...
(zuerst einmal habe ich vor allem geflochten-und-gefilzt-artikel eingestellt, es folgt dann auch noch das eine oder andere, wenn das wetter wieder besser zum fotografieren ist.)

Samstag, 7. April 2012

Freitag, 6. April 2012


gestern eierfärben. 


heute karfreitagswanderung. 


(so weit also alles im österlichen plan. fürs eierfärben haben wir uns für dieses jahr von der naturfarben-euphorie anstecken lassen. die karfreitagswanderung führte dafür in altbekanntes terrain.)

und weils so schön war, noch zwei bilder vom karfreitagswandern...


Mittwoch, 4. April 2012

es war einmal ein hase...


oder wohl eher zwei.
aber hasenvater und hasenmutter haben sich dann schon ein bisschen gewundert, wie bunt ihre kinder geworden sind...

Dienstag, 3. April 2012

ostern steht vor der tür

zu meinem strengen programm in der letzten woche vor den frühlingsferien gehörte die idee, auch noch ein paar osterhasen zu filzen. als gesellschaft für den ostermarkt und falls sie da niemand adoptieren will einfach so für uns als deko.
neulich hatte ich also so ein recht schlichtes häslein in einem inneneinrichtungshaus unserer kleinstadt gesehen und spontan den entschluss gefasst, dass meine hasen so oder ähnlich aussehen sollten...


eiumfang ermittelt (eierwärmer? braucht man so was?), einen riesenbock beim berechnen der schablone geschossen, die form aus dem kopf reproduziert und dabei den besonderen gegebenheiten des gefilzten osterhasen angepasst (weil die hasen im designladen natürlich nicht aus filz, sondern aus stoff und ausserdem genäht waren...)


und ein erstes exemplar gefilzt und gleich im garten zum trocknen aufgestellt. falls wir zu ostern strausseneier essen werden, haben wir nun auch eierwärmer dafür. (siehe oben...)


trotzdem habe ich die schablone nicht verkleinert, sondern gleich noch einen zweiten hasen gefilzt. steht jetzt auch im garten zum trocknen. also eierwärmer sind das definitiv nicht, dafür herrliche gartenhasen. ich brauch auch keine eierwärmer, weil ich esse meine weichgekochten eier lieber frisch, da sie unter dem eierwärmer ja doch nur nachhärten.
ich frage mich nur: ist das projekt jetzt gelungen, oder nicht?

Montag, 2. April 2012

Sonntag, 1. April 2012

filz überschreitet grenzen - erste filzbegegnung deutscher und schweizer filzerinnen in lörrach



19. bis 21.10.2012 Dieter-Kaltenbach Stiftung Lörrach

Filz überschreitet Grenzen -

das ist das Thema der ersten Filzbegegnung Schweizer und Deutscher Filzerinnen und Filzer in Lörrach. Bei diesen Treffen sollen Grenzen überschritten werden; im persönlichen Austausch und natürlich auch im Filz!

Filz ist der Stoff der uns zusammen bringt und uns Grenzen überschreiten lässt!

Austausch, Kultur und kreative Arbeit sollen dieses Treffen prägen.

organisiert wird die filzbegegnung von martina von der filzwerkstatt "tovatverkstan" in erschwil - und bei ihr findet ihr auch alle Informationen und könnt Euch anmelden!


Folgende Workshops werden angeboten:

Workshop 1:
Sandra Funk nimmt ihre Teilnehmer mit in den Filzhimmel. In diesem Workshop entstehen fantastische Blüten und Blumen aus feiner Merinowolle.
www.filzhimmel.ch

Workshop 2:
Monica Blattmann zeigt ihren Teilnehmern den filz-t-raum. Bei ihr werden wandelbare Halsschmeichler aus feinster Merinowolle, mit vielen weiteren Edelfasern verfeinert, entstehen.
www.filz-t-raum.ch 

Workshop 3:
Bei Stefanie Hofmann gibt es Filz im Quadrat. Eine abenteuerliche Reise in die Welt der Geometrie eröffnet neue Perspektiven.
www.filzquadrat.ch

Workshop 4:
Tatjana Yvonne Seehoff gibt Einblick in die Werkstatt-Schatzkiste. Feine, extravagante Taschen mit stabilen Tragegriffen und eleganten Knöpfen werden entstehen - alles aus Filz versteht sich.
www-tys-werkstatt.de

Workshop 5:
Mit Gabi Kremm zieht der Frühling in Garten und auf dem Balkon ein. Ihre Boten sind bunte, schillernde Vögel, welche nach dem Workshop auch bei ihren Teilnehmerinnen die farbenfrohe Jahreszeit verkünden werden.