Mittwoch, 14. Juni 2017

... a rose is a rose is a rose is a rose ....

diesen tautologischen satz hatte ich sofort im kopf, als ich vom rosenmonat beim mustermittwoch bei müllerin art las. ich kenne ihn von einer lange zurückliegenden ausstellung von marie-jo lafontaine in der kunstgalerie der kleinstadt, aus der ich stamme und ich fand ihn immer schon schön, ein bisschen geheimnisvoll und eben: tautologisch. 
oder eben auch nicht, wenn man das zweite a rose zusammenzieht, erhält man arose, entsprungen, und damit einen ganz anderen satz; eine rose ist entsprungen, was schon arg an das weihnachtslied erinnert...  buchstaben und wortspielerei mit meiner lieblingsblume. 


 daraus wurde eine buchstaben- und musterspielerei für den mustermittwoch. buchstaben und worte als muster in form einer rosenblüte, mit pinsel und wasserfarbe gemalt.

und ausserdem versuchte ich herauszufinden, von wem der satz denn nun eigentlich ist. und musste bemerken, dass da viel mehr dahintersteckt. denn der satz stammt ursprünglich von gertrude stein, wurde von ihr 1913 als teil des gedichts sacred emily geschrieben, 1922 veröffentlicht und meint eben nicht nur, dass dinge sind, was sie sind, sondern spielt auf eine uralte philosophische frage an, in der es darum geht, ob begriffe als ideen des bezeichneten eine eigenständige existenz haben oder ob begriffe gedanklich abstraktionen sind, die als bezeichnungen von menschen gebildet werden und damit untrennbar mit den bezeichneten objekten verbunden. wenn sie jetzt nur bahnhof verstehen, recherchieren sie einfach mal zum thema universalienstreit, aber seien sie gewarnt, das gibt knoten in die gehirnwindungen!
für gertrude stein, drückte der satz wohl vor allem aus, dass der name einer sache deren bild und die damit verbundenen gefühle verkörpert.



in diesem sinne, versenken sie sich einfach in dieses gif, vielleicht hilft es ja!

Kommentare:

  1. Wieder was dazu gelernt, vielen Dank für die schöne Animation.
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

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  2. Einfach herrlich... Es gibt da noch so einen netten Rosensatz: Die Ros ist ohn' Warum... Angelus Silesius. Ich ziehe philosophisch angewandelt und heiter tanzenden Rosenschrittes von danken 😃 Liebe Grüße Ghislana

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    1. von dannen.... Was mischt sich die Autokorrektur wieder ein, gerate ich doch aus dem schönen Takt...

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  3. Auf jeden Fall eine tolle Darstellung deiner Rosenschnecke und schön dargestellt - und noch mit Rosenblättern am Ende....! Perfekt. Ich mag den Spruch auch gerne und hatte sogar das Thema mal in einem Seminar! LG. Susanne

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