Mittwoch, 25. April 2018

mustermittwoch - steinmandalas

der mustermonat ist schon wieder beinahe um, da freue ich mich, dass ich heute noch ein paar mandalas beitragen kann, die heute mittag ganz spontan im delta der dranse entstanden sind.



am liebsten sammle ich an seen und am meer ja menschengemachtes. in diesem fall ganz unterschiedliche ziegelresten, die vom genfer see oder der dranse rund geschliffen wurden. 



 die dranse ist ein zufluss zum genfer see, auf der französischen seite. sie kommt von oben, aus den bergen und bringt entsprechend viel fein gemahlenes gestein mit.


wir sind ihr dann noch ein bisschen nachgefahren und haben spannende felsen und schluchten gesehen. 
mehr von unserem kurzurlaub am lac leman gibts dann in den nächsten tagen...



Samstag, 21. April 2018

zwei wochen ferien im schnelldurchlauf


zwei wochen ferien mit schönem wetter ... in diesen zwei wochen ist hier im garten der frühling ausgebrochen und mittlerweile sind die temperaturen so sommerlich, dass wir auch im garten zu abend essen können.
vor vierzehn tagen startete ich in die ferien mit einem filzworkshoptag, am sonntag feierten wir kais geburtstag mit einem besuch auf dem musikflohmarkt und auf schloss wildegg, zwei tage räumten und ordneten wir im zimmer der tochter, das highlight war die umgestaltung der kleiderschranktüren. einen tag fuhren kai und die tochter ski in davos, so dass ich einen filztag einlegen  und mit dem ersten modul des onlinekurses beginnen konnte. die tochter, ihre freundin und ich machten einen ausflug nach waldshut, wir kochten und buken mit bärlauch, verbrachten einen tag in thun, ein spaziergang mit kai führte uns in den steinbruch bei linn, wo wir eidechsen beobachten konnten, an einem tag schleuste ich zwei kindergruppen durch den blumenfilzkurs, während die tochter vier tage an der kinderwoche der katholischen kirche helfen konnte, filzte ich am zweiten modul, unternahm einen ausflug nach zürich, filzte nochmal und besprach mich mit den filzlehrgangsleiterinnen. fast die ganzen ferien über arbeitete der grosse sohn an seinem campingbus und weil ich heute keine lust auf werkstatt hatte, holte ich mir wolle und minimalequipment nach hause und filzte im garten am dritten modul.
es ist grün geworden, im garten, aber auch an der limmat, wenn ich zum fenster der werkstatt hinaus schaue. diesen blick gibts dann auch noch demnächst. aber zuerst einmal fahren wir für ein paar tage an den genfer see - während die tochter von turgi an den zuger see wandern wird!

Freitag, 20. April 2018

unser gemüse heute


winterblumenkohl, salat (in grösseren mengen), spinat (mehr als ein kilogramm), lauch, sellerie, randen, radiesli, rüebli, zwiebeln, knoblauch (den ich gleich eingepflanzt habe, nachdem sich der letzte knoblauch schon in unserer küche durch innerliche auflösung unter grösstmöglicher geruchsentwicklung beliebt gemacht hatte), kartoffeln.
und eine einladung zum setzlingsmarkt.

Mittwoch, 18. April 2018

undulations

bewusst habe ich den englischen titel gewählt, die deutsche übersetzung, in etwa wellen, finde ich nicht so aussagekräftig. und ein bisschen geht es mir so, wie manchmal im dialekt - ein neue sache kennengelernt, dafür ein neues wort gelernt und die übersetzung ins (hoch-)deutsche ist nicht damit verbunden. also bleibt es beim urspünglichen wort in dialekt oder fremdsprache.

etwas neues kennenlernen, das trifft es ganz gut. weil ich in diesem jahr nicht so recht wusste, wo ich ein paar tage für einen filzkurs hernehmen sollte, die mich interessierenden sowieso allesamt auf schon besetzte wochenenden fallen oder gleich so weit weg stattfinden, dass ich garnicht drüber nachdenke, dorthin zu reisen, habe ich mich zu einem online-filzkurs angemeldet. australien, wo pam de groot, die kursleiterin lebt, wäre natürlich normalerweise in die zweite kategorie gefallen, aber nun kann ich gleich zwei neue erfahrungen machen: zum einen die einer erweiterung meiner filzfähigkeiten und zum anderen die des online-kurses. fernlernen, lernen mit medien, das ist ja hier durch kais arbeit und neuerdings auch sein studium immer wieder thema, allerdings geht es da häufig um wissenserwerb. ganz anders nun hier, wo es um handwerkliche fertigkeiten geht. 

surface forms and space - oberflächengestaltung und raum heisst der kurs, in dem zuerst im wochenabstand 6 verschiedene elemente ausprobiert werden können und dann am schluss eine arbeit entstehen soll, die alle techniken einbezieht. 

jedes einzelne element wird mit videos und auch in texten erklärt. für fragen und rückmeldungen gibt es ein forum, in dem man auch fotos der eigenen versuche zeigen kann. die kommunikation findet auf englisch statt, rückmeldungen der kursleitung kommen sehr rasch, aber auch die anderen teilnehmerinnen (ja, es sind wirklich wieder nur frauen, beim filzen würde ich aber auch ansonsten das generische femininum empfehlen) geben feedback, allerdings häufig nur bestätigendes. 

alles keine rocket science, was das fernlernen angeht.


 so ganz sicher bin ich noch nicht, ob mir diese form des filzworkshops gefällt. im grunde genommen muss ich meine filzergebnisse nicht dringend mit einer anwesenden oder abwesenden gruppe diskutieren, meist kann ich selbst beurteilen, was gelungen ist und was nicht. auch kann ich mir recht gut varianten ausdenken, wie ich zum gewünschten ergebnis kommen kann oder merke schon, wenn ich mal wieder etwas nicht lange genug angefilzt oder zu spät zu manipulieren begonnen habe.

allerdings sehe ich halt auch nicht, was die anderen so machen. gezeigt werden fotos von fertigen objekten, meist ganz ohne bezugsgrössen - und ich habe das auch so gemacht. meist weiss man nicht einmal was die ausgangsform war, welches material in welcher menge verwendet wurde, wie sehr das objekt geschrumpft ist und inwiefern die arbeitsweise vielleicht auch abgewandelt wurde. zumindest das habe ich in meiner submission für das zweite modul geändert.

auch für die in den anleitungen vorgestellten objekte gibt es keine gewichts-, mengen- oder grössenangaben. ein halber kammzug... ist der in australien gleich dick wie in europa? ich vermute ja mal, dass es da schon unterschiede gibt...

also probiere ich aus, mache dicker, dünner, mehr abstand oder weniger und schrumpfe was das zeug hält. die meisten objekte sind am anfang gross - 60 bis 80 cm lang, 25 bis 40 cm breit und am ende nur noch ein viertel so gross. knuffig organisch meist, aber meine überlegungen führen mehr so in richtung symmetrisch, eventuell sogar kantig. 


ach ja, und falls sie sich jetzt fragen, für was man das brauchen kann, dann kann ich sie beruhigen.. für nix. einfach so zum anschauen. und zum filzen weil man es kann.

Sonntag, 15. April 2018

ein samstag in thun


am samstag haben wir einen lange geplanten ausflug nach thun unternommen. mit dem zug reisten wir ganz bequem trotz super-bahnbaustellen-wochenende und wurden von unserer stadtführerin am bahnhof abgeholt.


zuerst ging es auf den schlossberg, schneeberge und aussicht schauen, den niesen und das stockhorn kennenlernen.


und das schloss und museum thun besichtigen. 


 von den türmchen aus ist die aussicht noch besser und wir bekamen einen überblick über die stadt, die wesentlich von zwei armen der aare geprägt wird.


die ausstellung zur geschichte von schloss und stadt hat mir sehr gut gefallen - wenige aussagekräftige exponate, ein paar sachen zum ausprobieren, so fügen sich ein paar mosaiksteinchen in die geschichte der schweiz. so eifrig rotbackig mag man sich gerne die ritter auf schloss thun vorstellen... aber eigentlich ist der gar kein thuner!
schön fand ich auch die geschichte, wie thun zu seinem goldenen stern im wappen gekommen ist: zuerst war der nämlich schwarz, erst nach der schlacht bei murten, in der die eidgenossen die burgunder unter karl dem kühnen besiegten, erhielten sie zum dank von den bernern einen goldenen stern. der ritter ist auf einem teppich abgebildet, den die eidgenossen von den burgundern erbeutet hatten.


vom schlossberg herunter ging es auf der dem see abgewandten seite. den fulehung, den von den thunern gefangenen hofnarr karls des kühnen konnten wir leider nicht sehen, dort wo seine statue steht, wird momentan gebaut.


 dafür fanden sich in der altstadt prachtvolle wirtshausschilder. und spannende doppelstöckige ladenzeilen, mit einem kleinen lädchen unten und einem grossen laden oben.
weiter gings dann zum moderneren bälliz zum eisessen und noch ein bisschen an der aare sitzen.

den nachmittag rundeten wir mit einer fahrt über den thuner see ab, das schiff brachte uns zum kaffeetrinken nach spiez und auch wieder zurück nach thun, von wo wir die heimreise wieder per sbb antraten.

Donnerstag, 12. April 2018

12 von 12 im april 18

blogaktionen sind gerade eine gute sache für mich. ein fester rahmen, zum beispiel 12 bilder vom 12ten machen und ein bisschen den tagesablauf beschreiben. ausserdem zwingt mich eine solche aktion, mal genauer hinzuschauen, oder vielmehr innezuhalten und hinzuschauen. 


 zum beispiel auf dem weg in die werkstatt. entlang der limmatpromenade, den fluss im blick, ausschlagende kastanien im vordergrund. auf dem (vom betrachter aus) rechten flussufer das oederlinareal, auf dem linken die grossbaustelle für das neue thermalbad. die fahnen hängen schon mal, und auch sonst passiert was: bäume werden abgeholzt, heute wurde das holz gehäckselt, die reste der bäder aus der zweiten hälfte des zwanzigsten jahrhunderts werden entfernt. das bagno popolare zieht um und ist ab dem 16. des monats an der limmatpromenade zu finden.



 in der werkstatt erwartet mich dieser krakenarm. die einzelnen saugnäpfe wollen noch ein wenig herausgearbeitet werden. ich bin mir unsicher, ob ich ihn zuerst noch ein wenig schrumpfen oder zuerst die saugnäpfe bearbeiten soll. ausserdem tun meine finger weh vom bearbeiten eines baumkuchenobjekts am vortag.


eigentlich ist das auch alles viel zu kleinteilig, ich komme nicht mehr an alle stellen hin und beschliesse, die saugnäpfe durch nähte hochzuheben um anschliessend noch ein bisschen zu verdichten.


 alle drei objekte für das erste modul des onlinelehrgangs "surface form and space" bei pam de groot. dem pulpo werden nach dem trocknen noch die fäden gezogen. ich weiss, dass die kursunterlagen ein solches vorgehen nicht vorschlagen, aber bitte, danke, ich bin selber gross.


jetzt habe ich mir das gipfeli verdient. ( ich habe aber schon vorher mal abgebissen.) ich muss endlich mal an der permanenten kaffeeunterversorgung arbeiten, die hier in der werkstatt herrscht.


 anschliessend bereite ich das material für die kommende woche vor. ich habe einen auftritt am ferienspass surbtal, zwei filzkurse, einer vormittags, einer nachmittags. dank wollspenden von kolleginnen kann ich aus dem vollen schöpfen. danke!


zuhause bereitet die tochter mit einer freundin das mittagessen vor, es gibt arme ritter - weckenschnitten - fotzelschnitten - french toast. bis sie fertig sind, kann ich im garten wäsche aufhängen und einen ganzen schlag schnittlauch ernten, bevor er wieder anfängt zu blühen. nun muss ich nur noch dran denken, dass ich eine ganze menge schnittlauch eingefroren habe. 

 kai hat das neue buch von marc-uwe kling als hörbuch bestellt. recht verlockend, aber wie bekomme ich das jetzt auch das mobiltelefon, damit ich das abspielen kann? oder: wo finde ich einen cd-spieler ausser im auto?


 den beiden mädchen habe ich eine fahrt nach waldshut versprochen, ich muss sowieso zum drogeriemarkt. wir trennen uns für eine stunde und treffen uns am eiscafé wieder. salziges caramel war heute meine wahl und die war gut.


 zuhause verräume ich einen kofferraum voller einkäufe und setze mich mit kai in die abendsonne. der grosse sohn bastelt heute ausnahmsweise nicht an seinem campingbus sondern bereitet siebdrucksiebe vor, mit denen er stofftaschen bedrucken wird.


 der garten wird grün. naja, vor allem bärlauch, aber da kosten drei blättchen im topf bei edeka 1,99 euro. in bärlauch wäre unser garten in etwa eine halbe million wert. aber halt nur im frühling.


ein etwas verunglücktes spiegelei auf fleischkäse, dazu rösti und spinat sind unser leckeres abendessen.
nun noch ein bisschen bloggen, im hintergrund die giggelnden mädchen im bad, übernachtungsbesuch also, und später vielleicht noch ein biscchen fernsehen.
gut nacht!

Montag, 9. April 2018

geflochten und gefilzt - taschenfilzkurs

der erste teil des taschenfilzkurses hat schon mitte märz stattgefunden, hier haben die beiden teilnehmerinnen in mehr oder weniger einem halben tag und geführt durch arbeitsunterlagen eine tasche entworfen, filzproben angefertigt und die berechnungen für die vorfilzmengen durchgeführt. 

dann sind sie mit einem wollvorrat ausgestattet nach hause gefahren und haben dort selbständig vorfilze angefertigt, die sie am vergangenen samstag dann wieder mitgebracht haben. 

 am samstagvormittag ging es dann zuerst ans schneiden der vorfilze.


 die vorfilzsstreifen wurden nach gruppen sortiert.


und dann ging es los mit der flechterei.
beide teilnehmerinnen haben bei mir bereits einen einführungskurs in das prinzip der geflochtenen und gefilzten hohlkörper besucht und auch schon kleine eigene entwürfe umgesetzt. für beide war es aber das erste grössere stück in dieser technik.


 hier sieht man im vordergrund noch die angefertigten vorfilze, ausserdem zwei kleine henkel, die ins geflecht integriert wurden.


beim flechten muss vor allem bei grossen stücken sehr sorgfältig auf die masse geachtet werden - sonst entstehen schnell lücken und löcher.


 je nach wolle fällt der prozess des anfilzens unterschiedlich anstrengend und langwierig aus.


wenn dann aber alles gut miteinander verbunden ist und sich im walkprozess allmählich das fertige objekt entwickelt, gibt das noch einmal einen motivationsschub.


 die kanten werden über holzklötzen ausgeformt.


 und voilà: eine umhängetasche, in die ein bundesordner passt. die henkel werden noch ergänzt durch einen tragegurt.


das widerspenstige objekt aus doubleface-vorfilz wurde nicht ganz fertig. irgendwann ist die kraft nach einem langen filztag einfach auch erschöpft und erfahrene filzerinnen, wie meine beiden kursteilnehmerinnen es sind, können das auch zuhause zuende bringen!

ein dank geht an die beiden frauen, die den ersten durchgang dieses neu konzipierten kurses nicht nur einfach mitgemacht, sondern durch ihre hinweise mitgestaltet haben. das konzept wird nun noch ein wenig angepasst und dann wird es im sommer in soltau in der lüneburger heide und im winter auch wieder hier in baden weitere taschenfilzkurse geben.

voraussetzung für die teilnahme ist neben filzerfahrung auch die vorherige teilnahme an einem einführungskurs geflochten und gefilzt 1 und mit vorteil auch am erweiterungstag, an dem ein erster kleiner eigener entwurf verwirklicht wird.
wer sich für einen solchen kurs interessiert, meldet sich am besten per kontaktformular nebenan bei mir, und erfährt dann von neuen terminen.

Freitag, 6. April 2018

unser gemüse heute


lauch, rüebli, pastinake, rande, sellerie, kartoffeln, zwiebeln, knoblauch, schnittsalat und ein kleiner kopfsalat. es geht aufwärts. wenn auch in kleinen schritten.

Donnerstag, 5. April 2018

#wmdedgt 5.april 2018

6.22 uhr, auf deutschlandfunk kultur wird das wort zum tage angekündigt, und für mich ist es zeit aufzustehen. das radio läuft zwar schon seit sechs, für mich aber nur um geflissentlich ignoriert zu werden.

unten in der küche räume ich den geschirrspüler aus, koche kaffee, stelle die frühstücksutensilien heraus, bereite mir ein müesli zu und warte bis die ersten familienmitglieder aufstehen. heute gibt es nicht viel zu warten, der grosse sohn steht schon unter der dusche, die tochter kommt zum frühstück, kurze besprechung ihres tages, der heute - wie immer donnerstags - sehr voll sein wird, plus teilnahme ihrer schulklasse an einer vernissage im historischen museum am abend. die uhr am backofen geht um fünf minuten vor, gelegenheit noch einmal die sache mit dem fehlenden strom im europäischen stromnetz zu klären, wobei ich dachte, die tochter hätte das mitbekommen. viertel vor sieben startet sie mit dem fahrrad richtung schule, immerhin regnet es noch nicht. mit dem grossen sohn bespreche ich besorgungen, die am samstag erledigt werden sollen, er übernimmt den einkauf frischer lebensmittel fürs geburtstagsessen am sonntag und startet 7.03 uhr mit dem bus. ich frühstücke mit kai weiter, auch mit ihm eine kurze besprechung wer wann wie am abend zum museum kommt. und die folge von designated survivor, die wir am abend zuvor gesehen haben, ist gesprächsthema - ein bisschen spannender dürften die folgen schon mal wieder werden, meiner ansicht nach liegt es daran, dass weder in staffel 1 noch 2 eine wirkliche bedrohung aufgetaucht ist. wir versuchen den inhalt zu rekapitulieren, bis kai um 7.18 uhr auf den bus geht.

danach will die mit nachtstrom gewaschene wäsche aufgehängt werden (ha, da muss ich immer wieder dran denken, dass bei einem der ersten 12 von 12s, an dem ich mitgemacht habe, mein waschküchenbild negativ bemerkt wurde, aber die waschküche und ich sind halt am morgen immer dran und es bleibt ihnen hier definitiv nix erspart.)

der mittlere sohn ist mittlerweile aufgestanden, er kommt am abend nicht ins museum, weil er noch training hat und verabschiedet sich um 7.48 uhr auf den bus.

mittlerweile hat es zu regnen begonnen, ich warte noch auf ein paket, und überlege mir, dass ich besser den postboten abwarte, weil er es mir bei regen vielleicht nicht vor die türe stellen wird. ich beginne mit diesem blogeintrag - aber wenn der pöstler jetzt dann nicht bald kommt, muss ich trotzdem los in die werkstatt.

um 8.15 uhr entdecke ich den paketwagen ... und er fährt einfach an unserem haus vorbei. aha. die sendung war angekündigt und das funktioniert hier eigentlich sehr zuverlässig. vielleicht entdeckt der fahrer das paket ja später und bringt es noch vorbei.

ich gehe jetzt aber definitiv los, mit dem velo geht es schnell und so bin ich 8.30 uhr in der werkstatt. ich kümmere mich nicht um den fehlversuch eines klappbaren sitzfilzes von gestern und mache mich anstattdessen ans filzen von schlüsselanhängerfischen. ich brauche waren für den frühlingsmarkt in unserem quartierzentrum und will gerne mal wieder was neues zeigen. ich habe eine ungefähre idee, wie das funktionieren könnte mit dem schüsselfisch, aber details muss ich ausprobieren. nach relativ kurzer zeit fühle ich mich sehr an das experiment von gestern erinnert und fluche innerlich, dass ich mir das nicht besser vorher überlegt habe. schlussendlich wird es dann doch noch gut, aber für die massenproduktion taugt der erste versuch nicht.
nebenbei höre ich die playlist zum fest und flauschig podcast von jan böhmermann und olli schulz, auf den podcast selbst verzichte ich heute lieber, die gestern gehörte folge war einfach nur langweilig. ausserdem kann ich mich mit musik besser konzentrieren als mit laberpodcast. die playlist ist abwechslungsreich, und jetzt bin ich doch wieder neugierig auf den podcast und möchte gerne wissen, wer sich peter saarstedts where do you got o my lovely gewünscht hat. ich habe eine vermutung.
um viertel nach neun erhalte ich die nachricht, dass mein paket erst morgen zugestellt wird. 
der zweite fisch wird schon besser und ich hab den dreh jetzt raus, wie das fischmaul so richtig fischmaulig werden kann. (wer heute den tag über mal in die stories auf insta geschaut hat, hat die fische schon gesehen. das mit dem handling der stories krieg ich auch noch irgendwann auf die reihe.)

aber allzulange habe ich heute gar nicht zeit, denn um 11 breche ich schon wieder auf um zu hause das mittagessen für die tochter und mich zu machen.

während ich den teig für quarkkeulchen zubereite rufe ich kurz meine mutter an und lasse mir von ihrem gestrigen ausflug zur mandelblüte in die pfalz berichten. kurzfassung: es war schön bis auf eine eher mühsame autobahnfahrt und das teilweise befremdliche verhalten der mitreisenden. ein bisschen zum schmunzeln ist es schon - aber vermutlich nicht, wenn man live dabei war - wenn eine der damen das buffet plündert, zum nachhausenehmen in die mitgebrachte tupperware verfrachtet und sich damit rechtfertig, sie habe ja viel weniger gegessen als die anderen am tisch... und doch gleich viel bezahlt!

die tochter und ich essen heute früh (zum mitnehmen bleibt nix übrig ;)), sie startet um 12.20 uhr schon zum saxophonunterricht. ich koche mir einen kaffee, schreibe am blogpost weiter und überlege, wie ich meinen tagesplan umstellen kann. ohne den inhalt des pakets, eine modularbeit des filzlehrgangs, die ich begutachten soll, kann ich heute nachmittag nicht wie geplant weiterarbeiten. verschiebe ich das also auf morgen früh.

anstattdessen lade ich industriestaubsauger und zwei frei gewordene grosse plastikboxen ins auto und mache mich auf den weg zum baumarkt. ich brauche noch malerfolie für den filzworkshop am samstag, danach gehe ich lebensmittel einkaufen, treffe in der tiefgarage eine bekannte und wir ratschen ein bisschen über unsere nachbarschaft. beim verlassen der tiefgarage sehe ich am strassenrand mehrere gartentruhen aus holz stehen, die man gratis mitnehmen kann. sie sehen noch sehr gut aus und dürfen mit. glücklicherweise bin ich eh grad auf dem weg zur werkstatt, da kann ich sie gleich dort abladen als möblierung für den balkon vor dem werkstattfenster, der für den kommenden sommer hergerichtet werden soll.

während ich staubsauger, plastikboxen und gartentruhen verstaue treffe ich meine werkstattnachbarn, die ganz begeistert sind von der neumöblierung, wir teilen uns den balkon und jetzt auch die neuen sitzgelegenheiten. der drummer bestellt ein stück filz für seine basstrommel, ich staubsauge und wundere mich, woher schon wieder diese mengen an flusen kommen. aber hauptsache der boden ist für den kommenden filznachmittag und den workshop wieder sauber.

danach gehts nach hause, lebensmittel verstauen und einen weiteren kaffee trinken. eine nachbarin ruft an, sie sucht eine nachhilfe für eine junge eritreerin, ich muss es mir überlegen ob ich das übernehmen kann, habe ich doch gerade erst eine nachhilfeschülerin auf basis nachbarschaftshilfe bekommen. blöderweise hat halt auch mein tag nur 24 stunden.

achtung, liebe leserin, jetzt wird es langweilig, denn anstatt morgen früh - sie erinnern sich, da ist der inhalt des pakets dann dran - putze ich heute schon küche und bad. irgendein familienmitglied oder vielleicht auch alle gemeinsam haben es geschafft, ein tropfendes milchkännchen auf jede glasscheibe im kühlschrank zu stellen und niemand ist in den vergangenen drei tagen auf die idee gekommen, die festgeklebte milch wegzuputzen. danke. das war dann auch schon das spannendste an der putzerei. aber ich bin so weit fertig und darf mich morgen nur noch ums staubsaugen im obergeschoss kümmern.
beim putzen habe ich die lage der nation gehört, ein podcast aus dem küchenstudio, aber nicht die aktuellste folge, sondern die von der vergangenen woche, die ich verpasst hatte.

übrigens habe ich so über den tag entschieden, dass dieser blogpost ohne bilder auskommen wird, ich vertraue für einmal ganz allein der kraft des wortes. und es macht mir ungeheuer spass mal wieder einen längeren text zu produzieren, naja, so hintereinanderweg ist das ja auch nicht so schwer. überhaupt müsste man mal wieder, oder lieber viel öfter, hier auf dem blog und auch anderswo. in letzter zeit war es dort ziemlich ruhig und das wieder anfangen mit dem bloggen fällt mir immer am schwersten. aber glücklicherweise gibt es ja so lustige rituale wie dieses #wmdedgt = was machst du eigentlich den ganzen tag? wo man sich entweder selbst auf die schulter klopfen kann, was für ein "fässle" man wieder gewesen ist, was man so den ganzen tag gewuppt bekommen hat, oder wo man sich still und leise in grund und boden schämt, weil man so viel auch wieder nicht hinbekommen hat.

ende des exkurses.

ich mache mich also gegen 18.15 uhr auf den weg zum historischen museum, unterwegs versucht kai mich zwei mal zu erreichen, weil er schon dort ist und mir einen platz reserviert hat. am museum angekommen muss ich leider feststellen, dass ich mein fahrradschloss vergessen habe und stelle mein velo unabgeschlossen ab. ommmm, jetzt nur ganz ruhig bleiben, vor der vernissage schaffe ich es nicht mehr heim, also heisst es hoffen, dass das ding nachher noch dasteht. die eröffnungsreden werden von rednerin zu redner besser, der initiator der ausstellung erzählt, wie er das konzept erstellt hat, und zwischendurch kommt der part der schülerinnen und schüler der klasse der tochter. sie erzählen zwar mehr zum thema selbstbild als zum thema gesichter, aber das scheint niemand so recht aufgefallen zu sein. nach den reden gehen wir kurz durch die ausstellung, beschliessen aber rasch, zu einem späteren zeitpunkt noch einmal wiederzukommen, weil heute ist es effektiv zu voll, ein bisschen apero, anstossen mit einem anderen elternpaar, dann machen wir uns auf den heimweg (mit dem velo!), essen zuhause den kühlschrank leer und erzählen einander vom tag. der mittlere sohn ist noch im sport, irgendwann kommt er auch nach hause. ich schreibe den post zu ende und nachher wird der tag wohl auf dem sofa mit einer weiteren folge designated survivor ausklingen dürfen.

ihnen alle eine gute nacht! und frau brüllen herzlichen dank für anstoss und plattform für diesen post.


Freitag, 30. März 2018

12tel blick im märz



foto vom 21.3.2018, halb neun morgens
 draussen ein bisschen schnee und viel sonne, überhaupt hat der märz noch einmal kälte und frost und auch ein bisschen schnee zu uns herunter gebracht. drinnen kontrastprogramm, osterhühner und ostervögel sind am entstehen, vorbereitungen für das osterfilzen mit den kindern und marktproduktion für den ostersamstag. wild sah es aus in der woche vor dem palmsonntag, das herumprobieren und spielen mit verschiedenen materialien hat mir viel spass gemacht.
momentan ist es ruhig in der werkstatt, ich habe mir eine woche frei genommen, nur die marktsachen stehen auf dem tisch, damit wir sie am samstag schnell abholen können. deshalb auch der blick vom 21.

12telblick im januar hier und im februar hier.
andere blicke hier.

Donnerstag, 29. März 2018

osterbäckerei

bei anhaltend wenig frühlingshaftem wetter blieb uns wenig anderes übrig, als uns drinnen zu beschäftigen. 








Mittwoch, 28. März 2018

ostermarkt am ostersamstag



liebe leute,
am ostersamstag werde ich am kleinen ostermarkt in freienwil meine osterhühner ein bisschen frische frühlingsluft schnuppern lassen. ich hoffe, es wird nicht all zu kalt - oder das eine oder andere huhn darf bald wieder mit in einem warme stube an den osterbaum!
besucht mich, wenn ihr mögt, es gibt auch kaffee, kuchen, gegrilltes, superleckeres brot und zopf für das osterfrühstück, blümchen für die osterdeko und noch allerhand mehr.

ansonsten wünsche ich allen, die hier lesen, schöne ostertage!

Freitag, 23. März 2018

unser gemüse heute


liebe leserinnen,
leider scheinen sie nicht mit der notwendigen aufmerksamkeit diesem blog zu folgen, denn keiner von ihnen ist aufgefallen, dass das gemüse von vor 14 tagen weder fotografiert (ok, das ist noch nachvollziehbar) noch hier im blog gezeigt wurde.
keine ahnung was an diesem freitag los war, jedenfalls ist es auch gar nicht so schlimm, denn von der zusammensetzung her war es kein bisschen anders als das heutige gemüse. wie schon gefühlt den ganzen winter über gab es heute (und am freitag 2.3.) nüsslisalat und asiasalate (die schauen oben aus der tüte raus), rüebli, randen, pastinaken, einen sellerie, 2 standen lauch, zwiebeln und knoblauch.
naja, und das wird wohl noch so eine ganze weile weitergehen, denn heute haben wir von der gemüsegenossenschaft die nachricht bekommen, dass auch im april noch weiterhin im zweiwochenrythmus gemüse geliefert werden wird, schlicht und einfach, weil noch immer wenig wächst, nur im tunnel gibt es ein wenig frisches gemüse, draussen auf dem feld war und ist es einfach noch zu kalt.


Mittwoch, 21. März 2018

zweiwochenrückblick


schon wieder eine woche um, von der ich gedacht hatte, dass sie ein wenig ruhiger werden könnte. ich mag trotzdem mal ein bisschen nachschau halten, was in den letzten beiden wochen so war.

vor zwei wochen schon fand der erste von zwei kursterminen eines erweiterungskurses der geflochten und gefilzt-kurse statt. es ist schon ein weilchen her, dass ich in davos im rahmen der frühlingsworkshops der filzszene einigen voll motivierten frauen meine methode geflochtener räumlicher körper nahebringen durfte. wie immer in diesen kursen kam natürlich die frage nach der nutzbarmachung dieser technik auf und so wurde die idee zu einem taschenkurs geboren. jetzt endlich nimmt diese idee fahrt auf, zwei frauen aus der filzszene nehmen am taschenkurs hier in der schweiz teil, einen weiteren wird es im rahmen des filzkollegs in soltau im sommer geben.

der erste termin besteht vor allem aus entwurf, filzproben, konkretisierung des entwurfs und berechnung der benötigten vorfilzmengen. dann gehen die teilnehmerinnen nach hause und filzen vor für einen zweiten termin, an dem wir dann die tasche/den korb zusammensetzen und fertig filzen. in soltau wird es ein wenig anders laufen, dafür werde ich das konzept auf der basis der jetzt gemachten erfahrungen fertig entwickeln.

im bild viel rechnerei und noch ein paar nebenbei gefilzte ostereier.
montag und dienstag war dann das dritte lehrgangsmodul hier bei mir in der werkstatt zu gast, auch hier ging es um die erzeugung von räumlichkeit, allerdings noch in einer etwas einfacheren form. wenn man das vorher noch nicht gemacht hat, reicht es allerdings auch schon, eine einfache dreidimensionale form auf eine zweidimensionale schablone zu reduzieren, dass anschliessend die köpfe rauchen.

das sieht man den ergebnissen glücklicherweise nicht an.
die woche ging dann weiter mit dorfweihnachtsvorbereitungen und der generalversammlung der gemüsegenossenschaft, den üblichen haushaltsdingen, und schon war wieder wochenende, nochmal taschenkurs, erster teil (die beiden angemeldeten damen kommen zum zweiten termin dann zusammen). sehr spannend, wie unterschiedlich diese planungsphase ablaufen kann, je nachdem ob es schon einen fertigen plan gibt oder dieser erst allmählich entstehen darf.

 ausserdem war ich weiter fleissig mit meinem vertices unite tuch beschäftigt, hier schon der zustand mit allen maschen rundherum auf allen zur verfügung stehenden kabeln, dazu muss ich dann demnächst noch was schreiben. mittlerweile ist das tuch fertig, nur noch die fäden müssen vernäht werden.

sonntag besuchten wir die aktuelle ausstellung im haus konstruktiv, alicja kwades paralleluniversen fand ich schöner zu denken als anzuschauen, während wir mit den kinetischen objekten von gerhard von graevenitz einfach spass hatten. leider funktionieren nicht mehr alle, aber man ist darum bemüht, dass möglichst viele auch in aktion zu sehen sind! (es gibt trotzdem ein bild von alicja kwade, denn bei von graevenitz war leider das fotografieren verboten)


 und dann hätte eigentlich die etwas ruhigere woche starten sollen. sollen deshalb, weil ersten unser auto noch einen kleinen werkstattbesuch machen wollte und mir schlagartig klar wurde, dass trotz momentan winterlicher temperaturen der ostermarkt quasi vor der türe steht. also ging ich gleich mal in die produktion von grösseren mengen von osterhühnern oder tetrahühnern.


auch im kinderfilzkurs am mittwoch gab es noch einige hühner - allerdings mit einer anderen technik, supereinfach gemacht, dann ideenmässiger unterstützung auf der filzszene!


 zwei vögel stellvertretend für die insgesamt acht - beim gruppenbild gibt es viel kind auf wenig vogel...